Die SP Frauen* Aargau treten mit einer eigenen Unterliste für die Nationalratswahlen an. Darauf werden Menschen verschiedener Geschlechter mit queer*feministischem Hintergrund vertreten sein. Die Nomination der Kandidierenden findet Ende März statt.

Die erste queer-feministische Liste

Zum ersten Mal in der Schweiz gibt es eine Liste nur mit Menschen aus der queer*feministischen Bewegung. Die Gruppe von Aktivist*innen will, dass die in der Bundesverfassung verankerte Gleichberechtigung und Chancengleichheit im Parlament umgesetzt wird. Themen wie: Gewalt an Frauen*, Homo- und Transphobie, fehlende Rollenfreiheit und toxische Maskulinität, aber auch ökonomische Abhängigkeit sind nur ein Teil, der Problemfelder, die die Mitglieder der Arbeitsgruppe aus eigener Erfahrung kennen und Forderungen dazu haben. «Wir glauben nicht, dass die grosse Mehrheit von alten Männern im Nationalrat queere und feministische Interessen glaubwürdig und mit der nötigen Sensibilität vertritt und umsetzt», so Viviane Hösli als Mitglied der Arbeitsgruppe und Co-Präsidentin der SP Frauen* Aargau.

Der Bevölkerung den Stern erklären

Die Gruppe von Aktivist*innen aus SP Frauen*, SP und JUSO-Mitgliedern ist motiviert für den Wahlkampf, der sich vor allem als Gruppenwahlkampf versteht. «Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und Feminismus bilden ein starkes Team, nicht nur in diesem Wahlkampf», sagt das Mitglied der Arbeitsgruppe James Ackermann «Dass dabei Fragen auftauchen «Wofür steht der Stern*?», «Was gibt es für Geschlechter neben Mann und Frau?» und «Warum reicht es nicht einfach schwule und lesbische Interessen zu vertreten?» ist verständlich und wir freuen uns auf diese Begegnungen mit der Aargauer Bevölkerung.». Die Gruppe ist überzeugt, dass die Auseinandersetzungen mit diesen Themen allen helfen können über die normierten Bilder und Selbstkonzepte hinauszudenken. Die Liste «queer*feministisch!» wird Ende März von den SP Frauen* Aargau nominiert.

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